Beim Besuch eines Konzertes der Veranstaltungsreihe „Feldstein und Musik“ entdeckte ich an der Dorfkirche von Grunow (Landkreis Märkisch-Oderland) schachbrettartige Muster an der Fassade. (s. Foto).

Nach Recherchen im Internet gibt es diese Schachbrettsteine an mehreren Feldsteinkirchen in Dänemark und in Deutschland entlang der Oder. Diese Kirchen wurden überwiegend im 12. und 13. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Christianisierung erbaut. Es gibt mehrere Theorien zur Bedeutung dieser Steine. Neben der Deutung als Zunftzeichen der am Bau beteiligten Handwerker ist für Schachhistoriker besonders diese Legende interessant:
Der Teufel spielte Schach mit dem Herrn um den Bau der Kirchen und die armen Seelen. Als er verlor, bekam das Schachbrett zur Erinnerung seinen Platz beim Bau der Kirche in Form dieser Steine. Schwarz und weiß stünden somit für Gut und Böse, Leben und Tod, Anfang und Ende. (Quelle Wikipedia).
Falls Sie in Berlin zu Besuch sind, können Sie auch an der Dorfkirche in Hönow (Endstation der U-Bahn Linie 5) einen Schachbrettstein bewundern.
